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Wochenrückblick KW 48-2018: Phil Taylor beendet Karriere mit Niederlage

Eine Legende legt ihre Darts nieder. Phil Taylor hat sein offiziell letztes Match beendet. Zum Abschluss trat er gegen den aufstrebenden Newcomer Rob Cross an. Leider schaffte es „Power“ nicht seinen Abschied perfekt zu machen. Ein souveräner Kontrahent ließ im kaum Chancen zu punkten. Am Ende gab es einen bewegenden Abschied.

9-Darter knapp verpasst

Der für ihn tragischste Moment entstand, als er nach acht perfekten Darts den letzten Pfeil verwarf. Er hätte einen glorreichen 9-Darter treffen können. Die schnellste Kombination um ein Leg für sich zu entscheiden, wenn um 501 Punkte gespielt wird. Über diese Chance ärgerte sich der berühmte Spieler am meisten.

Seine Fans erschienen zahlreich, um dem alten Hasen ein letztes Mal die Ehre zu erweisen. An diesem besonderen Abend wollte aber ein Rob Cross zeigen, dass er nun eines von vielen frischen Talenten darstellt. Ein würdiger Nachfolger, der den Meister mit einem deutlichen 7:2-Sieg nach Hause schickte. Mit einem 140er-Checkout trennten sich die Wege am Dartboard.

Trotz seines Triumphes, wusste Cross um die richtigen Worte: „Ich fühle mich großartig. Es ist meine erste große Trophäe. Aber es geht hier um Phil Taylor. Es ist sein Turnier.“ Wobei man ihm schon das schlechte Gewissen anmerken konnte, soeben die Legende besiegt zu haben.

Letzten Jahre waren sehr ruhig

Phil Taylor kann auf eine lange Geschichte mit vielen Erfolgen zurückblicken. In den letzten fünf Jahren zog aber Ruhe in seine Vitrine ein. Damals gelang ihm sein letzter WM-Sieg. Doch allein seine Anwesenheit bei den wichtigen Turnieren galt als Garant dafür, dass viele diesen Begegnungen beiwohnen wollten. Nebenbei kämpfte sich Michael van Gerwen an die Spitze. Auch er traf wiederholt auf Phil Taylor.

Abschließend wirkt Taylor nun menschlicher und weniger von aggressivem Ehrgeiz getrieben. Trotzdem bleibt jene Zeit unvergessen, in der er einfach alle Titel in Folge abräumte. Mit dem neuen Jahr 2018 steht der Dart-Sport nun ohne die Legende da. „Es war eine fantastische Karriere. Barry Hearn hat mich gefragt, ob ich noch weitermache, aber es reicht“, so Taylor.

Rob Cross ist nun an der Reihe

Ein Stück weit macht Taylor nun auch Platz für Rob Cross. „Ich sehe bei Rob Cross viele Parallelen zu mir. Er verschreibt sich komplett dem Darts. Ihm geht es nicht ums Geld, ihm geht es ums Gewinnen“, erklärte Taylor. Mit seinem Sieg über den Allzeit-Champion gewann Cross eine gute halbe Million Euro.

Die Ironie: Taylor gewann seinen ersten von 16 Titeln 1990. Genau jenem Jahr, in dem der 27-jährige Cross gerade geboren wurde. Erst vor einem Jahr wagte dieser den Schritt in den Profisport als Vollzeitjob.

Taylor kennt diesen Weg nur zu gut. Früher arbeitete er am Fließband und baute Toilettenhalter aus Keramik zusammen. Zwischen 1995 und 2002 gelang es ihm alle acht Weltmeistertitel zu holen. Auch schaffte er es 44 Spiele am Stück ungeschlagen zu bleiben.

Abgesehen davon ist es wichtig anzumerken, wie viel Taylor dem Sport um die Pfeile eingebracht hat. Ohne ihn wäre die PDC heute nicht so erfolgreich und finanziell lukrativ.

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